Ein Resümee

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Dann wollen wir uns nochmal zu Wort melden..

Sind jetzt mittlerweile seit 6 Tagen wieder in Deutschland. Ein Blick aus dem Fenster lässt den Wunsch aufkommen einfach den Rucksack zu packen und wieder in den Süden zu verduften.
Aber die lieben Verpflichtungen fesseln uns an den grauen Alltag!
Für den einen hat die Uni schon wieder angefangen und die andere muss noch Hausarbeiten und Praktikumsberichte schreiben…

Nachdem wir nun schon ein bißchen Zeit hatten das Erlebte zu verarbeiten, sind wir zu der Erkenntnis gekommen, dass das schon ein einmaliges Ereignis in unserem Leben war. Die Zeit mit den Kindern wird uns wohl am nachhaltigsten prägen und beeindrucken. Bewundernswert wieviel Glück und Freude noch aus einem Gesicht sprechen kann, wenn man in so jungen Jahren schon so viel erlebt hat.
Wir werden auf jeden Fall unser möglichstes geben mit den Kindern weiterhin ein wenig Kontakt zu halten und so werden wir vielleicht auch sehen welchen Lebensweg die Würmer einschlagen.

Nach 2 Monaten hat sich unser Blick auf Deutschland nicht völlig verändert. Wäre auch komisch wenn das nach fast 26 Jahren in diesem Land so wäre… Dennoch sieht man vereinzelte Sachen nun schon von einer anderen Seite.
Ist es notwendig 200 verschiedene Joghurtsorten im Supermarktregal stehen zu haben?
Ist es nicht wunderbar, dass man das Wasser direkt aus dem Wasserhahn trinken kann?
Ist es nicht eigentlich ein ungeheures Privileg Hausarbeiten schreiben zu dürfen, anstatt sich jeden Tag 16 Stunden in irgendwelchen Fabriken kaputt zu machen?
Brauchen Kinder wirklich so viele Geschenke, dass sie nicht mehr wissen mit welchem sie zuerst spielen sollen?
……
Mit Sicherheit werden diese Fragen nach einiger Zeit verblassen. Aber irgendwo werden sie wahrscheinlich immer im Hinterkopf schwirren.

Bis bald,
Jonah und Julia

Zum Nachlesen bieten sich natürlich die Archivseiten von Februar und März an.

Bis morgen..

Heute ist unser letzter Tag!
Goa haben wir vor zwei Tagen hinter uns gelassen und sind jetzt in Mumbai.

Die Zeit in Goa erinnert wahrscheinlich wirklich eher an einen klassischen Touristenurlaub. Die letzten paar Tage haben wir am Strand rumgehangen und uns bei „Johnys Fisherman“ gut bewirten lassen.
Goa scheint allerdings nicht der Bundesstaat zu sein, in welchem man das Land gut kennen lernen kann. Alles erschien uns so anders. Viel sauberer, weniger Armut, gutes Englisch und auch die Menschen selbst verhielten sich ganz anders, als an den Orten wo wir uns sonst aufgehalten haben. Dazu muss man allerdings auch noch sagen, dass wir uns die Party- und Hippiehochburg im Norden von Goa weitesgehend erspart haben. Vermutlich ist es dort nochmal ganz anders…

Vorgestern abend sind wir dann in Mumbai gelandet. Robbie hatte uns hier schon vor ca.. einem Monat ein Hotel gebucht. „Ratna Mahal“ hoerte sich fuer uns sehr viel versprechend an und der Preis verhiess aehnliches.. Nun gut, eigentlich haetten wir in den letzten 2 Monaten lernen muessen, dass man seine Erwartungen nicht zu hoch stecken darf. Jetzt wohnen wir in einem Kellerloch ohne Fenster und haben (mal wieder) Kakerlaken im Bad. Die ersten zwei Naechte haben wir in dem Bett allerdings gut ueberstanden und auch die letzte (halbe) Nacht sollte kein Problem sein.
Gestern sind wir nach Mumbai City gefahren und haben uns das Gateway of India angeschaut. Neben dem Gateway befindet sich Indiens beruehmtestes Hotel. Das „Taj Mahal Palace“ ( ab 300 Euro die Nacht). Dort sind wir dann erstmal ganz dekadent, in unseren mittlerweile ziemlich verranzten Klamotten rein und haben in der „Sea Lounge“ bei klassischer Musik einen Tee bzw. Kaffee getrunken.. War auch mal eine Erfahrung.
Anschliessend sind wir noch ein wenig durch die Gegend geschlendert und haben letzte Souvenirs erstanden.

Am Nachmittag waren wir dann noch in Mahamta Gandhis Wohnhaus, das jetzt ein Museum ist. Der Gute hat im 2. Weltkrieg doch tatsaechlich einen Brief an Hitler geschrieben, in welchem er ihn gebeten hat den Weltfrieden zu erhalten..

Morgen muessen wir dann um 5 Uhr aufstehen, weil unser Flieger um 10 Uhr geht und wir 3 Stunden frueher am Flughafen sein muessen.
Auf diesem Wege dann nochmal vielen Dank fuer die vielen lieben Kommentare, die uns waehrend unserer Reise immer wieder erfreut haben und uns haben merken lassen, dass da „draussen“ noch jemand ist.

Wann startet der Dia Abend? Wir sind am Wochenende zu Hause …

Bis morgen,
Julia und Jonah